Erstellung eines Tourismuskonzeptes - Zukunftsvision Naherholung / Tourismus für die Stadt Elstra in Form eines Werkvertrages




Tourismuskonzept der Stadt Elstra - im Spannungsfeld zwischen Naherholung und Tourismus

Bitte reichen Sie eine Vorhabenbeschreibung mit folgenden Bestandteilen (sofern zutreffend) ein:

1. Darstellung der Ausgangssituation (aktuelle Nutzung und Zustand des Gebäudes, Baujahr etc.)

Ziel ist es, für die Stadt Elstra ein passendes touristisches Leitbild im Spannungsfeld von Naherholung und Tourismus zu entwickeln. Insbesondere durch die Entwicklung des Black Mountain Bikeparks Elstra und des Mammutgartens Prietitz sieht sich die Stadt Elstra im Hinblick auf die Innenentwicklung der Stadt Elstra - hier im Speziellen die gastronomische- und die Parkplatzsituation – zwingend gefordert, Entwicklungsweichen zu setzen.
Das Leitbild für das Entwickeln von Naherholung und Tourismus im Stadtgebiet Elstra soll für 10 bis 15 Jahre neben den Kernthemen Tourismus/ Naherholung auch für die Wirtschaft neue Schwerpunkte setzen, um die Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, zu berücksichtigen.
Dem Kerngedanken folgend - so viel Tourismus wie für die einheimische Bevölkerung und die Umwelt vertretbar - wird das Tourismuskonzept erstellt.

2. Erläuterungen zum geplanten Vorhaben, Darstellung der Bestandteile des Vorhabens

Um ein tragfähiges Tourismuskonzept erarbeiten zu können ist im ersten Schritt die Einbindung von Interessenvertretern aller nur denkbarer Bevölkerungsgruppen geplant. Hier sollen zunächst die Bedürfnisse der lokalen Akteure im Naherholungsbereich und in der Tourismusbranche erfasst werden. Dazu werden im Prozess der Informationsgewinnung und -bewertung ortsansässige Vereine, Unternehmen und Einzelakteure in die Kommunikation einbezogen.
Mit dem beauftragten Planungsbüro soll nach einer umfassenden SWOT-Analyse (Einwohnerprognose, Wirtschaft, Tourismus, Bauflächen, Verkehrserschließung) eine Arbeitsgruppensitzung vorbereitet, moderiert und nachbereitet werden.
Im Rahmen der Moderation werden Vorschläge zusammengefasst und deren mögliche Folgen nach innen und nach außen untersucht, beispielsweise wie und mit wem sich die Stadt Elstra zukunftsfähig aufstellen kann. Im Zusammenhang damit werden Vorschläge unterbreitet wie sich die stadteigene Gesellschaft zukünftig orientieren soll. Zusätzlich werden Ideenansätze zu Schwerpunkten der gemeindlichen Entwicklung benannt.

3. Erläuterung zum angestrebten Zielzustand: Was soll konkret mit der Umsetzung des Vorhabens erreicht werden?

Im Ergebnis wird ein breit abgestimmtes touristisches Leitbild für Elstra vorliegen, dass so mit allen relevanten Gruppen abgestimmt wurde.
U.a. sollen folgende Fragestellungen analysiert und beantwortet werden;
1. Wie viele Besucher verkraftet der Elstraer Bikepark - unter welchen Voraussetzungen?
2. Wie groß muss ein Parkplatz am Schwarzenberg sein?
3. Welchen Effekt hätte ein Campingplatz am Fuße des Schwarzenberges auf die Entwicklung der Stadt Elstra - auch unter Betrachtung von Umweltaspekten?
4. Welchen Herausforderungen sieht sich die Stadt Elstra mit dieser möglichen touristischen Entwicklung in Bezug auf die Verkehrsinfrastruktur (Fußweg, Radweg, Bushaltestelle etc.) konfrontiert?
5. Welche gastronomischen Effekte sind mit der Entwicklung des Bikeparks und des Mammutgartens zu erwarten?
6. Wie ist die Stadt Elstra auf diese Effekte vorbereitet?

4. Aussagen zur Nachhaltigkeit: Ist das Vorhaben z.B. Demografie gerecht, ressourcenschonend wirtschaftlich, sozial verträglich oder besitzt es eine gewisse Reichweite?

Das Positionieren von Elstra als familienfreundlicher Wohnstandort mit ansprechenden Naherholungsangeboten und touristischen Events ist ein Baustein für das Aufrechterhalten von Angeboten der Daseinsvorsorge und damit der Funktionssicherheit der Stadt. Dem Thema Arbeitskräftesicherung und Wohnbauflächenangebot versus Naherholung wird besonderes Augenmerk geschenkt.
Daher ist die Erarbeitung eines Tourismuskonzeptes eine der entscheidenden Säulen um die Stadt Elstra zukunftsorientiert – das heißt umwelt- und generationenverträglich, aber auch Regionen übergreifend wertschöpfend - aufzustellen.

5. Erläuterung zu Kooperations- oder Vernetzungsvorhaben: Es ist zu erläutern, welche Partner kooperieren/sich vernetzen und in welcher Art und Weise.

Wie bereits unter Punkt 2 erwähnt sollen zunächst die Bedürfnisse der lokalen Akteure im Naherholungsbereich und in der Tourismusbranche erfasst werden. Dazu werden zunächst die Meinungsbilder ortsansässiger Vereine, Unternehmen und Einzelakteure hinsichtlich ihrer Kooperationen und Vernetzungen, aber auch ihrer Zukunftspläne, Die Stadt Elstra geht davon aus, dass diese frühzeitige Akteurseinbindung, gekoppelt mit planerischem Sachverstand, die beste Voraussetzung ist, ein realistisches Tourismuskonzept entwickeln zu können.

6. Erläuterung zum Modell- und Innovationscharakter des Vorhabens (weitere Erklärungen siehe Merkblatt, Anlage 2): Es ist darzulegen, in welchem Maße das Vorhaben neuartig, fortschrittlich und/oder innovativ ist.

Das Tourismuskonzept ist innovativ und besitzt Modelcharakter, da es auf die besondere wechselwirkende Situation der Stadt Elstra mit dem seit 2016 erfolgreich betriebenen Bikepark (ca. 5000 Besucher im Jahr) und dem sich immer noch in Erweiterung befindlichen Mammutgarten Prietitz (ca. 75 000 Besucher im Jahr) abzielt. In diesem Konzept wird nicht nur auf Zukunftsideen, sondern auf bereits vorhandene touristische Kristallisationspunkte mit Strahlwirkung - zum Teil bis Berlin und nach Tschechien und Polen - abgestellt.

7. Erläuterung, inwieweit das Vorhaben die Interessen unterschiedlicher Gruppen, Vereine und/oder Nutzer berücksichtigt; bitte die Interessen der Gruppen, Vereine und/oder Nutzer auflisten

Das Tourismuskonzept berührt die Interessen aller Elstraer Bürger. Insbesondere betrifft es die Interessen der Einwohner der Ortsteile Talpenberg, Prietitz und des Zentralortes, der Stadt Elstra.
Darüber hinaus berührt es Interessen des Sportvereines SV Grün weiß Elstra e.V. und der Jagdgenossenschaften Elstra und Prietitz, da sie bereits Nutzer großer Teile des beschriebenen Areals sind. Zusätzlich hat das Konzept Stahlkraft auf unsere ortsansässigen Unternehmen, da für sie eine gut entwickelte Naherholungsinfrastruktur Argument für Arbeitnehmer*innen ist, sich ggf. im Unternehmen X zu bewerben und ihren Lebensmittelpunkt an diesen Ort zu verlegen. Auch ein nicht unerheblicher Effekt würde sich für die Bildungsinfrastruktur mit Ober- und Grundschule einstellen, da touristische Infrastruktur, Wohnumfeld, Gastronomie und Bildungsstandort Standortfaktoren sind, die sich einander stärken.

8. Erläuterung zu geplanten Folgevorhaben: Darstellung ob bzw. in welchem Umfang Anschlussvorhaben oder parallellaufende Vorhaben geplant sind bzw. durchgeführt wurden sowie Angaben zum zeitlichen Bezug

Das Tourismuskonzept soll Basis für Veränderungen u.a. in der städtischen Raumordnung sein. Auf der Grundlage des Konzeptes soll bewertet werden, ob weitere Verkehrsinfrastruktur- und Bauprojekte verfolgt werden sollten. So wird in Abhängigkeit der Ergebnisse des Tourismuskonzeptes bewertet, ob weitere Radwege, Parkplätze, öffentliche Toilettenanlagen gebaut werden. In Abwägung des Konzeptes soll zusätzlich abgewogen werden, ob der zentrale Gasthof der Stadt Elstra „Schwarzes Roß“ nebst Saal einer Generalsanierung unterzogen werden soll. Auch soll entschieden werden, ob die Lifterneuerung am Schwarzenberg vorangetrieben werden sollte.
Aktuell ist bereits die Planung des Radweges an der K9239 von Kamenz nach Elstra, OT Kindisch (weiterführend bis nach Bischofswerda geplant) auf der Zielgeraden. Mit diesem ca. 2,8 Mio. € teuren Radwegebau wird unter anderem der Mammutgarten über einen modernen Radweg erschlossen. Die Umsetzung des Baus soll bereits im Jahr 2022 starten.

9. Erläuterung zu Anforderungen von Inklusion und/oder Gender Mainstreaming (weitere Erklärungen siehe Merkblatt, Anlage 2)

Das Tourismuskonzept wird sämtliche Aspekte von Inklusion und Gender mainstreamig berücksichtigen. Somit werden bei allen gesellschaftlichen und politischen Vorhaben, die ableitend aus dem Tourismuskonzept realisiert werden - und die unterschiedlichsten Auswirkungen auf die Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern haben - grundsätzlich und systematisch in der Umsetzung durch die Stadtverwaltung Elstra berücksichtigt.

10. Darstellung der Aspekte der Barrierefreiheit (Erklärungen siehe Merkblatt, Anlage 2)

Barrierefreie Lösungen sind für alle relevanten Bauvorhaben, die in Ableitung des Tourismuskonzeptes initiiert werden, in jedem Fall für die Stadt Elstra gewinnbringend. Sie tragen dazu bei, dass Gebäude und Verkehrsinfrastruktur von allen Generationen in jeder Lebensphase möglichst uneingeschränkt nutzbar sind.

11. Erläuterung zur Bürgerbeteiligung und / oder Öffentlichkeitswirksamkeit:
Werden in die Vorbereitung des Vorhabens regionale Akteure einbezogen? Welche Akteure werden in welchem Umfang bzw. in welchem Zusammenhang einbezogen?

Wie bereits unter Punkt 2 und 5 aufgeführt ist in Vorbereitung der Erstellung des Tourismuskonzeptes im ersten Schritt die Einbindung von Interessenvertretern aller nur denkbarer Bevölkerungsgruppen geplant. Hier sollen zunächst die Bedürfnisse der lokalen Akteure im Naherholungsbereich und in der Tourismusbranche erfasst werden. Dazu werden im Prozess der Informationsgewinnung und -bewertung ortsansässige Vereine, Unternehmen und Einzelakteure in die Kommunikation einbezogen. Auch der Stadtrat wird über Zwischenergebnisse regelmäßig informiert und aktiv in die Bewertung der zukünftigen Bedürfnisse im Rahmen einer Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einbezogen.

12. Aussagen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der ursprünglichen Siedlungsstruktur und zur Verschönerung des Ortsbildes

Hauptaugenmerk bei der Erstellung des Tourismuskonzeptes wird die Minimierung des zu verursachenden ökologischen Fußabdrucks sein. Wie bereits beim Bau des Bikeparks und des Mammutgartens sehr gut umgesetzt muss es oberste Priorität sein, die ursprüngliche Siedlungsstruktur in ihren Grundzügen in unserer ländlich geprägten Region zu erhalten. Ggf. können in Projekten, die auf der Basis des Konzeptes begründet wurden, gezielt Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden, um das Ortsbild weiter zu verschönern.

Unterschrift Vorhabenträger