Energieberatung

Energiespartipps für Jedermann

Um Energiekosten einzusparen kann jeder Haushalt etwas unternehmen, denn überall, wo Verbräuche anfallen, lassen sich in der Regel auch Einsparungen erzielen. In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt (Wohnfläche 80 m², 3 Personen) verteilen sich die Energiekosten statistisch betrachtet wie folgt:

• Motorisierter Individualverkehr (Benzin 1,70 € je Liter, Jahresfahrleistung 12.500 km): ca. 1.650 € bzw. 52 % der Gesamtkosten
• Beheizung der Räume (Gas 7,0 ct/kWh, 10.400 kWh Verbrauch): 720 € bzw. 23 %
• Betrieb von Elektrogeräten (Strom 30 Cent/kWh, 1.150 kWh Verbrauch): 345 € bzw. 11 %
• Prozesswärme, z. B. Kochen und Backen (Strom 30 Cent/kWh, 800 kWh Verbrauch): 240 € bzw. 7,5 %
• Bereitstellung von Warmwasser (Gas 7,0 ct/kWh, 2.100 kWh Verbrauch): 140 € bzw. 4,5 %
• Beleuchtung (Strom 30 Cent/kWh, 200 kWh Verbrauch): 60 € bzw. 2 %

Durch geringes Umstellen des persönlichen Verbrauchverhaltens können insbesondere im Verkehrsund Wärmesektor relativ hohe Einsparungen erzielen. Nachfolgende Tipps beziehen sich bei den Einsparungen immer auf die eben für einen durchschnittlichen Haushalt genannten Zahlen.

Tipp 1 - Treibstoff sparendes Fahren

Durch Treibstoff sparendes Fahren, z. B. Ausrollen lassen, früh hochschalten (2. Gang kurz nach dem Start, 3. Gang bei 30, 4. Gang bei 40, 5. Gang bei 50 bis 60), gleichmäßiges Beschleunigen, etc., lassen sich bis zu 1,5 Liter/100 km einsparen. Beachtet man diese Maßnahmen, kann man jährlich bis zu 320 € einsparen.

Tipp 2 - richtiger Reifendruck

Laut ADAC beträgt der jährliche Mehrverbrauch in Europa durch einen zu niedrigen Reifendruck drei Milliarden Liter Treibstoff, was in etwa fünf Milliarden € entspricht. Den richtigen Reifendruck finden Sie je nach Fahrzeug an verschiedenen Stellen, z. B. auf der Innenseite des Tankdeckels. Diesen sollten Sie möglichst immer einhalten. Bis zu 0,5 Liter/100 km kann man somit einsparen und hat am Jahresende knapp 100 € mehr in der Geldbörse.

Tipp 3 - Absenkung der Raumtemperatur

Eine Absenkung der Temperatur in der Wohnung um 1° C spart 6 % Energie ein. Beim oben genannten Beispiel sind das immerhin knapp 50 € im Jahr. Noch mehr kann man einsparen, wenn die Räume nur zu den tatsächlichen Nutzungszeiten beheizt werden und ansonsten mindestens 16 Grad (Stufe 2 am Heizkörper-Thermostat) gehalten werden. Dies kann man entweder manuell per Hand am Thermostat oder automatisch mit programmierbaren Thermostaten einstellen. Ein berufstätiger Haushalt kann Berechnungen der Energieagentur zu Folge somit bis zu 20 % der jährlichen Heizkosten einsparen. Das sind immerhin knapp 150 €.

Tipp 4 - Richtiges Lüften

Das richtige Lüften im Winter kann einem deutschen Durchschnittshaushalt jährlich um die 100 € Energiekosten sparen. Man sollte lieber 3- bis 4-mal täglich ca. 5 bis 10 Minuten mit breit geöffnetem Fenster stoßlüften, als das Fenster angekippt zu haben. Letzteres kühlt die Wände stark aus und begünstigt zudem die Schimmelbildung.

Für den Betrieb elektronischer Geräte gibt es keinen herausragenden Tipp, der zu deutlichen Einsparungen führt. Hier ist es vielmehr ein Bündel vieler kleiner Maßnahmen. So kann das Trocknen der Wäsche an der frischen Luft, anstatt im Wäschetrockner, jährlich bis zu 50 € Energiekosten sparen. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, elektrische Geräte möglichst nicht im Stand-By zu betreiben. Hierbei fallen über den Tag hinweg Verbräuche an, die überflüssig sind. Auch wenn die Stand-By-Verbräuche mittlerweile überschaubar geworden sind, lassen sich mittels abschaltbarer Steckdosenleisten einige Euro im Jahr einsparen. LED-Beleuchtung gehört mittlerweile zum Standard und sollte möglichst in allen Lampen in der Wohnung eingesetzt werden, insbesondere in Räumen, wo oft das Licht angeschaltet ist, z. B. Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Partyraum.

Seit kurzem kann die neue Webseite im Internet besucht werden. Sie erreichen diese unter http://www.energieagentur-bautzen.de Dort finden Sie weitere hilfreiche Informationen rund um die Themen Energie und Klimaschutz.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20,
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


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Förderung von Wärmepumpen

Förderung von Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern unterschiedliche Maßnahmen zur energetischen Aufwertung von Gebäuden. Wir stellen in diesem Artikel die Förderung von Wärmepumpen vor.

Für die Installation einer neuen Wärmepumpe kann eine Förderung entweder als reiner Investitionskostenzuschuss beim BAFA oder als zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW beantragt werden. Der Zuschuss beträgt in beiden Fällen 35 % der förderfähigen Investitionskosten. Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 %-Punkten kann gewährt werden, wenn die neue Heizung Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplanes ist, der von einem Energie-Effizienz Experten erstellt wurde. Dieser Fahrplan wird über das BAFA gefördert (Zuschuss in Höhe von 80 % der Beratungskosten). Des Weiteren können Sie weitere 10 %-Zusatzförderung bekommen, wenn Sie eine alte Ölheizung austauschen.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die neue Wärmepumpe auf der Liste der förderfähigen Anlagen steht. Neben der Anlage an sich werden u. a. auch die Errichtung, Sanierung oder Umgestaltung des Heiz- und Technikraumes, die Erdsondenbohrung bzw. Einbringung von Flächenkollektoren, die Installation einer Flächenheizung (Decken-, Fußboden- oder Wandheizung) und viele weitere Maßnahmen gefördert, die dem Infoblatt förderfähiger Kosten entnommen werden kann.

Der Förderantrag muss bei Beantragung der Fördermittel über das BAFA bzw. die KfW unbedingt vor der Beauftragung eines Fachunternehmens gestellt werden. Für die BAFA-Förderung muss hierzu die Internetseite https://fms.bafa.de/BafaFrame/begem aufgerufen werden. Bei der KfW-Förderung muss man zunächst einen Finanzierungspartner finden, der dann den KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss beantragt. Weitere Informationen zur KfW-Förderung finden Sie unter www.kfw.de/261.

Bei Fragen bzw. bei Interesse an der Zusendung der genannten Dokumente können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im regelmäßigen Abstand u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de/energieagentur möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen
im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20, 02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
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Rebound-Effekt: Die kleinen Hürden beim

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 9. Dezember 2021

Rebound-Effekt: Die kleinen Hürden beim Energiesparen

Lassen auch Sie das Licht brennen, wenn Sie kurz aus dem Zimmer gehen, da die neue LED-Lampe kaum Strom verbraucht? Oder machen Sie sich kaum noch Gedanken zum Energiesparen, seitdem Ihre vier Wände energetisch saniert und die modernste Stromspartechnik verbaut ist? Dann erliegen Sie dem Rebound-Effekt.

Was ist der Rebound-Effekt?

Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass einzelne Energiesparmaßnahmen den gesamten Energieverbrauch eines Haushaltes ansteigen lassen können. Grund dafür ist das eigene Verhalten, das sich durch die Kostenersparnis verändert.

Dabei unterscheidet sich der direkte vom indirekten Rebound-Effekt:

- Erhöhen Sie nach einem Heizungstausch die Temperatur von vorher durchschnittlich 20 Grad Celsius auf nun 22 Grad, ist vom direkten Rebound-Effekt die Rede. Die Einsparung der neuen, effizienten Heizung wird durch die erhöhte Raumtemperatur zum Teil wieder aufgezehrt. Fazit: Der Verbrauch steigt, weil die Kosten sinken.

- Vom indirekten Rebound-Effekt spricht man, wenn die gesparten Heizkosten in einen Zweitfernseher investiert werden. Die Effizienz an der einen Stelle führt zum Konsum in einem anderen Bereich, der ebenfalls Energie verbraucht.

Der Rebound-Effekt ist der Anteil des theoretischen Einsparpotenzials einer Effizienzmaßnahme, der durch das eigene Verhalten nicht eingespart wird. Rebound ist nicht unerheblich: Durchschnittlich beträgt der Effekt fünf bis 30 Prozent.

Wie groß ist der Rebound-Effekt?

Der Umfang des Rebound-Effekts wird unterschiedlich beziffert. Er hängt stark von der zugrundeliegenden Methodik ab. Das Umweltbundesamt schätzt, dass der direkte Rebound-Effekt beim Heizen bis zu 30 Prozent betragen kann, und bei der Beleuchtung bei 20 Prozent liegt. Werden indirekte Rebound-Effekte miteinbezogen, wird ein noch größerer Anteil der Einsparungen aufgezehrt. Martin Brandis, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale, erklärt den Rebound-Effekt am Beispiel einer Heizung:

Belaufen sich die jährlichen Heizkosten einer alten Ölheizung auf 12,30 Euro pro Quadratmeter, liegen die Kosten bei gleichem Heizverhalten mit HolzPellets bei 8,00 Euro. Die Heizkosten könnten mit einer Holz-Pellet-Heizung theoretisch um ein gutes Drittel reduziert werden. Erhöhen Sie bei der neuen Pelletheizung die Raumtemperatur jedoch von 20 auf 24°C, da der Brennstoff ja nun viel günstiger ist, greift der Rebound-Effekt. Der Verbrauch steigt damit um fast 25 Prozent. 2 Im Bereich Verkehr werden etwa 20 Prozent der durch effizientere Technik erreichten Einsparungen durch den Rebound-Effekt kompensiert. Hier äußert er sich in größeren Fahrzeugen und mehr Strecken, die mit dem Auto zurückgelegt werden. Verschiedene Studien gehen davon aus, dass die Nutzbarkeit von theoretischen Energiekennwerten zur Vorhersage von Energieverbrauch und CO2-Einsparung überschätzt werden, während das Potenzial des Nutzerverhaltens beim Energie- und Ressourcensparen deutlich höher ausfällt als bisher angenommen.

Wie kann man dem Rebound-Effekt begegnen?

Um Rebound zu vermeiden, ist es wichtig auf das eigene Verhalten zu achten. Neue Technologien sparen nur Energie ein, wenn Sie sie mindestens genauso sparsam einsetzen, wie den Vorgänger.

Folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

1. Stellen Sie die Raumtemperatur individuell ein. Wenn Sie das Zimmer länger nicht nutzen, drehen Sie das Thermostat runter.

2. Prüfen Sie, ob sie die Temperatur generell oder in einzelnen Räumen reduzieren können. Als optimale Innentemperatur gelten 20 Grad Celsius. Jedes weitere Grad erhöht die Heizkosten um etwa sechs Prozent.

3. Schalten Sie Geräte aus, statt sie im Stand-by-Modus laufen zu lassen. Mit einem Klick auf der ausschaltbaren Steckerleiste entfernen Sie gleich mehrere Geräte vom Strom.

4. Tauen Sie regelmäßig ältere Kühl- und Gefrierschränke ab. Neue Geräte machen das häufig schon automatisiert.

5. Nutzen Sie Sparprogramme beim Wäschewaschen und beim Geschirrspüler.

Über uns:
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit über 700 Energieberater:innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 145.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entsprich

 Rebound-Effekt: Die kleinen Hürden beim Energiesparen (65 KB)


Pressemitteilung vom 10.12.21

Verbraucherzentrale Sachsen, Energieberatung:

Allen Mietern und Hauseigentümern bietet die Verbraucherzentrale Sachsen eine anbieterneutrale Energieberatung an. Die Beratungen finden nach Voranmeldung in den Beratungsstellen telefonisch oder zu Hause (2G) statt.

Beratungsschwerpunkte sind Strom- und Heizkosten, baulicher Wärmeschutz, Probleme mit Schimmel, Fragen zur Haustechnik, Einsatz erneuerbarer Energien, Fördermittel für energetische Sanierungen, Tipps für Neu-/Altbauten und vieles andere mehr …

Ein Termin kann unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden. Das Servicetelefon ist Mo - Do von 8:00 - 18:00 Uhr und Fr von 8:00 - 16:00 Uhr erreichbar.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät kostenlos in allen Beratungsstellen telefonisch. Auch den „Basis-Check“ führen die Berater ohne Zuzahlung beim Verbraucher durch (2G). Die „Energie- Checks“, bei denen ebenfalls ein Berater nach Hause kommt (2G), kosten nur 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte sind alle „Energie-Checks“ kostenfrei.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland und seit 1978 verlässlicher Begleiter auf dem Weg in eine energiebewusste Zukunft. Bundesweit stehen mehr als 700 Energieberater jährlich rund 140.000 Verbrauchern zur Seite. Sie beraten in einer unserer 900 Beratungsstellen in ganz Deutschland telefonisch oder direkt zu Hause (2G).

Orte und Termine:

Kamenz,  telefonisch 13.12.2021 und 10.01.2022, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 2. Montag im Monat

Bischofswerda,  telefonisch 21.12.2021 und 18.01.2022, 16:00 – 18:00 Uhr und jeden 3. Dienstag im Monat

Neustadt,  telefonisch 23.12.2021 und 27.01.2022, 14:00 – 17:30 Uhr und jeden 4. Donnerstag im Monat

Anmeldung Beratung erfolgt nur nach Voranmeldung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).

Webseite https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de


Advent, Advent, der Zähler rennt: weniger Energie beim Streamen verbrauchen

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 25. November 2021

Advent, Advent, der Zähler rennt: weniger Energie beim Streamen verbrauchen In der Advents- und Weihnachtszeit verbringen Menschen gern viel Zeit zuhause im Kreise der Familie. Längst gehören Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime & Co. zum weihnachtlichen Standardprogramm, um Serien, Filme und Musik genießen zu können. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale erklärt, wie beim Streamen Energie eingespart werden kann.

Um Audio- und Videoinhalte speichern und zur Verfügung stellen zu können, sind riesige Serverfarmen notwendig. Der Betrieb dieser Farmen und der tagtägliche millionenfache Zugriff auf deren Inhalte durch unzählige Personen verbraucht viel Energie und schadet der CO2-Bilanz.

„Aus diesen Gründen auf Streaming zu verzichten ist realitätsfern. Wer diese Dienste jedoch nutzt, sollte wissen, wie energiehungrig alltägliche digitale Vorgänge sind“, erläutert Martin Brandis, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale. So entspricht das einstündige Streamen eines Films in etwa der Emission eines Kleinwagens bei einem Kilometer Autofahrt.

Unser „digitaler“ Fußabdruck wächst mit jedem Klick: Ob bei der Nutzung sozialer Netzwerke und installierter Apps, Webseiten oder E-Mail-Diensten. Das Video-Streamen, also die Übertragung von Bewegtbildern, ist besonders energieintensiv. Laut einer Studie des „Think Tank Shift Project“ sorgt VideoStreamen für mindestens ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Allein im Jahr 2018 waren es über 300 Millionen Tonnen, das entspricht in etwa dem jährlichen CO2-Ausstoß Spaniens.

In Deutschland sind schätzungsweise mehr als drei Viertel aller übertragenen Daten Videos. Wie viel Treibhausgase damit genau verursacht werden, ist kaum zu ermitteln. Aber: Videos, die über mobiles Internet ohne vorherigen Download in hoher Qualität gestreamt werden, benötigen am meisten Energie:

- Bei einem 3,5-stündigen Videostream jeden Tag in hoher Qualität entstehen 65 Kilogramm CO2 pro Jahr.

- 250 Gigabyte gespeicherte Dateien in einer Online-Cloud, zum Beispiel als Backup einer Festplatte, verursachen 31 Kilogramm CO2.

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich der „digitale“ Fußabdruck beim Streamen reduzieren:

- Streamen Sie Musik nicht jedes Mal neu, sondern laden Sie diese einmalig herunter und speichern Sie sie lokal. Schalten Sie die Autoplay-Funktion aus. Dann werden nur die Videos heruntergeladen, die Sie auch wirklich sehen wollen.

- Das Herunterladen von Audiodateien verbraucht nur einen Bruchteil des Datenvolumens welches Videos verbrauchen. Nutzen Sie zum Musikhören daher besser Musikstreaming-Dienste. 2

- Nutzen Sie zur Datenübertragung lieber Ihr LAN-Kabel. Wer darüber auf die jeweilige Streaming-Plattform zugreift, verursacht weniger CO2 als mit einer Internetverbindung über den Mobilfunk.

- Achten Sie beim Video-Streamen auf die passende Bild-Qualität: Wer die Auflösung etwas senkt, zum Beispiel auf 720p oder 480p, statt in voller HD-Auflösung zu schauen, verbraucht weniger Energie. Eine Anleitung zum Ändern der Auflösung finden Sie auf der Website Ihres Streaming-Anbieters.

- Nutzen Sie Ihre Geräte so lange wie möglich. Bevorzugen Sie beim notwendigen Neukauf von Unterhaltungselektronik energieeffiziente Geräte. Das EU-Energielabel, der Blaue Engel oder „TCO Certified“ bieten hier Orientierung.

Grundsätzlich gilt: Endgeräte mit großen Bildschirmen verbrauchen mehr Strom als kleine und generell sollten Tabs und Fenster im Web Browser geschlossen werden, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Bei Fragen zu energieeffizienten Geräten und Stromsparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentraleenergieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Über uns: Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit über 700 Energieberater:innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 150.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entspricht.




Pressemitteilung vom 09.09.2021

Verbraucherzentrale Sachsen, Energieberatung:

Allen Mietern und Hauseigentümern bietet die Verbraucherzentrale Sachsen eine anbieterneutrale Energieberatung an. Die Beratungen finden nach Voranmeldung in den Beratungsstellen oder zu Hause statt.

Beratungsschwerpunkte sind Strom- und Heizkosten, baulicher Wärmeschutz, Probleme mit Schimmel, Fragen zur Haustechnik, Einsatz erneuerbarer Energien, Fördermittel für energetische Sanierungen, Tipps für Neu-/Altbauten und vieles andere mehr …

Ein Termin kann unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden. Das Servicetelefon ist Mo - Do von 8:00 - 18:00 Uhr und Fr von 8:00 - 16:00 Uhr erreichbar.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät kostenlos in allen Beratungsstellen. Auch den „Basis-Check“ führen die Berater ohne Zuzahlung beim Verbraucher durch. Die „Energie- Checks“, bei denen ebenfalls ein Berater nach Hause kommt, kosten nur 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte sind alle „Energie-Checks“ kostenfrei.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland und seit 1978 verlässlicher Begleiter auf dem Weg in eine energiebewusste Zukunft. Bundesweit stehen mehr als 700 Energieberater jährlich rund 140.000 Verbrauchern zur Seite. Sie beraten in einer unserer 900 Beratungsstellen in ganz Deutschland oder direkt bei Ihnen zu Hause.

Orte und Termine:

Kamenz, Pfortenstraße 6
13.09. und 11.10.2021, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 2. Montag im Monat

Bischofswerda, Altmarkt 1
21.09. und 19.10.2021, 16:00 – 18:00 Uhr und jeden 3. Dienstag im Monat

Neustadt, Markt 24
23.09.2021, 14:00 – 17:30 Uhr und jeden 4. Donnerstag im Monat

Anmeldung
Beratung erfolgt nur nach Voranmeldung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Webseite https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de


 


PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 26. August 2021

Im Einklang: Photovoltaik, Batteriespeicher und Elektromobilität

Viele Haushalte zögern mit dem Umstieg auf ein Elektroauto. Nicht selten ist die nicht ausreichende Anzahl öffentlicher Ladesäulen der Grund. Dabei können Fahrzeuge auch zuhause geladen werden. Besonders interessant ist das für Haushalte mit eigener Photovoltaik-Anlage: Die bekommen ihren Strom kostenlos und CO2-neutral vom Dach. Eine Kombination von Photovoltaik und Elektroauto hat aber auch ihre Herausforderungen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale erklärt, worauf zu achten ist.

Komponente I: Photovoltaik-Anlage

1 Kilowatt Peak (kWp) Leistung erzeugt je nach Standort zwischen 800 und 1.000 Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Der ist umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Für Solarstrom, der nicht verbraucht wird, erhalten Haushalte eine Einspeisevergütung. Das regelmäßige Laden eines Fahrzeugs kann den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöhen. Deshalb empfiehlt die Energieberatung der Verbraucherzentrale, möglichst viel der geeigneten Flächen für die Photovoltaik-Anlage zu nutzen.

Die Installationskosten für Photovoltaik-Anlagen können mit etwa 1.600 Euro je kWp kalkuliert werden. Je größer die Anlage ausfällt, desto niedriger der spezifische Preis. Für laufende Kosten wie Wartung, Stromzähler und Versicherungen können etwa 150 Euro pro Jahr veranschlagt werden. Wer eine Anlage finanzieren will, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen. Nicht vergessen: PV-Anlagen müssen spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.

Komponente II: Elektromobil, Ladestation und Stecker

Elektroautos können zwar an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden: Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, da sie nicht für langes Laden unter hoher Last ausgelegt sind. Wer höhere Ladeleistungen übertragen will, verwendet dafür häufig eine Wandladestation, meist „Wallbox“ genannt. Die Wallbox ermöglicht nicht nur schnelleres Laden, sondern erlaubt auch eine elektronische Kommunikation mit dem Fahrzeug und verringert Ladeverluste. Je nach Modell ist es zudem möglich, eine Wallbox elektronisch anzusteuern und damit gezielt Überschussstrom aus einer Photovoltaik-Anlage zum Laden zu nutzen.

Eine Wallbox ist durch einen Elektrofachbetrieb zu installieren. Je nach Leistung muss diese beim Verteilnetzbetreiber angezeigt oder sogar von diesem genehmigt werden. Die Kosten für die Installation einer Ladestation bis 22 Kilowatt (kW) variieren je nach Hersteller und Ausstattung zwischen 600 und 2.500 Euro. Für die Installation der Kabelverbindung vom Hauptverteiler im Haus entstehen im Einzelfall weitere Ausgaben (ca. 300 bis 1.000 Euro). Ein 2 zusätzlicher Stromzähler und eine Schnittstelle zur Kommunikation können ebenfalls Zusatzkosten verursachen.

Privatpersonen können bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für den Kauf und Aufbau einer Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen.

Komponente III: Batteriespeicher

Viele Photovoltaik-Anlagen werden mit einem stationären Batteriespeicher in Betrieb genommen. Der Heimspeicher kann den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erhöhen. Die Kapazität des Speichers wird ausgehend vom Haushaltsstrombedarf bei ungefähr 1 kWh je 1.000 kWh Strombedarf empfohlen. Das Laden eines Elektroautos über den Batteriespeicher ist nicht empfehlenswert, da der Heimspeicher nur für den regelmäßigen Stromverbrauch im Haushalt dimensioniert ist.

Die Kosten für Batteriespeicher liegen zwischen 800 bis 1.400 Euro pro kWh Kapazität (inkl. Umsatzsteuer und Installation). In einzelnen Bundesländern werden Batteriespeicher bezuschusst.

Bei Fragen zu Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Am 22. September 2021 (18:00 – 19:30 Uhr) findet ein Online-Vortrag zu dem Thema statt: „Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren“. Begrenzte Teilnehmerzahl - Anmeldung unter https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/vortraege/

Über uns:
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit über 700 Energieberater:innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 145.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entspricht


Bundesförderung für effiziente Gebäude - Weitere Förderprogramme gestartet

Anfang des Jahres informierte die Energieagentur über die umfangreichen Unterstützungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Durchführung von unterschiedlichen Einzelmaßnahmen zur energetischen Aufwertung von Gebäuden. Bei Inanspruchnahme dieser Förderprogramme erhält der Antragsteller einen Investitionskostenzuschuss.

Seit dem 1. Juli 2021 kann man bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Durchführung von Einzelmaßnahmen, u. a. für die Wärmedämmung, den Einbau von Lüftungsanlagen sowie den Austausch einer fossilen gegen eine regenerative Heizungstechnologie, nun auch einen Kredit mit Tilgungszuschuss beantragen. Des Weiteren ist über die KfW der Neubau bzw. die Sanierung von einem Wohn- bzw. Nichtwohngebäude förderfähig. Hier kann zwischen einem Kredit mit bis zu 50 % Tilgungszuschuss und einem reinen Investitionskostenzuschuss von bis zu 75.000 € je Wohneinheit gewählt werden.

Bevor der Förderantrag gestellt wird, muss ein Energie-Effizienz-Experte beauftragt werden, der bestätigt, dass die geplante Maßnahme zur energetischen Verbesserung des Gebäudes führt. Dieser Experte kann beispielsweise auch einen individuellen Sanierungsfahrplan für das Gebäude erstellen, der Schritt für Schritt aufzeigt, welche Maßnahmen durchzuführen sind, um ein energieeffizientes Gebäude zu erhalten. Dieser Fahrplan wird über das BAFA mit 80 % der Kosten gefördert. Nach der Beauftragung des Experten kann entweder der Zuschuss in KfW-Zuschussportal unter https://public.kfw.de/zuschussportal-web/ oder ein KfW-Kredit bei einem Finanzierungspartner beantragt werden. Anschließend setzen Sie Ihr Vorhaben um. Der Energie-Effizienz-Experte bestätigt nach Abschluss der Maßnahme deren Durchführung. Diese Bestätigung wird der KfW übermittelt, die anschließend den Tilgungs- bzw. Investitionskostenzuschuss auszahlt.

Bei Fragen können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite http://www.tgz-bautzen.de/energieagentur.html möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Förderung von Gas-Brennwertheizungen in Verbindung mit regenerativen Energieträgern

 Anfang des Jahres informierte die Energieagentur über die umfangreichen Unterstützungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die unterschiedlichsten Maßnahmen zur energetischen Aufwertung von Gebäuden. Wir stellen in diesem Artikel die Förderung von neuen Gas-Brennwertheizungen vor.

Da diese Heizung auf Basis eines fossilen Energieträgers eingesetzt wird, kann eine Förderung nur ausgezahlt werden, wenn das System in Verbindung mit Wärmeerzeugungsanlagen auf Basis regenerativer Energieträger betrieben wird bzw. wenn dies innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme der Gasheizung geplant ist. Erfolgt die gleichzeitige Installation der GasBrennwertheizung und des regenerativen Energieerzeugers zur sogenannten „Gas-Hybridheizung“ kann man eine Förderung in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten erstattet bekommen. Installiert man zunächst die Gas-Brennwertheizung und rüstet diese so aus, dass spätestens zwei Jahre danach ein regenerativer Energieträger in das Heizsystem integriert werden kann, beträgt die Förderung 20 % der förderfähigen Kosten. Aufgrund der Integrationsfähigkeit eines erneuerbaren Energieträgers nennt das BAFA diesen Heizungstyp Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready“ (zu Deutsch: „bereit für erneuerbare Energie“).

Die genannten Heizungstypen müssen eine Reihe von technischen Voraussetzungen erfüllen, damit sie förderfähig sind. So muss der neue regenerative Wärmeerzeuger u. a. mind. 25 % der Gebäudeheizlast abdecken können. Wenn bereits ein solcher Erzeuger installiert ist, kann dieser jedoch nicht der 25 %-igen Gebäudeheizlast hinzugerechnet werden. Als Wärmeerzeuger auf Basis regenerativer Energieträger kommen im Sinne des Förderprogrammes eine Solarthermieanlage, Wärmepumpe oder Biomassenanlage in Frage. Diese Anlagen müssen ebenfalls technische Mindestvoraussetzungen erfüllen. Förderfähig sind im Rahmen der Heizungssanierung neben der Heizungsanlage u. a. die notwendige Umgestaltung des Heiz- bzw. Technikraumes, die Neuerrichtung von Schornsteinen, wenn das im Zusammenhang mit der neuen Heizung steht, der hydraulische Abgleich des Heizsystems und der Ausbau des alten Wärmeerzeugers, einschließlich seiner Entsorgung.

Sollten Sie eine alte Ölheizung austauschen, erhalten Sie auf die genannten Fördersätze einen Aufschlag in Höhe von 10 Prozentpunkten. Dies gilt auch, wenn Sie gesetzlich verpflichtet sind, Ihre Ölheizung auszutauschen. Bei Austausch einer mit Kohle befeuerten Heizung gibt es keine Zusatzförderung.

Der Förderantrag muss unbedingt vor der Beauftragung eines Fachunternehmens beim BAFA über die Internetseite https://fms.bafa.de/BafaFrame/begem gestellt werden. Es ist auch möglich, dass eine bevollmächtigte Person den Antrag für Sie einreicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20,
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E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Energetische Einzelmaßnahmen und individueller Sanierungsfahrplan für Gebäude

 

Anfang des Jahres informierte die Energieagentur über die umfangreichen Unterstützungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die unterschiedlichsten Maßnahmen zur energetischen Aufwertung von Gebäuden. Wir werden in den folgenden Ausgaben die einzelnen Förderschwerpunkte näher erläutern, beginnend mit energetischen Einzelmaßnahmen und dem individuellen Sanierungsfahrplan.

Das BAFA fördert energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle in Höhe von 20 % der förderfähigen Kosten. Bestandteil der Förderung sind u. a. die Dämmung der Gebäudehülle (Außenwand, Dach- und Bodenflächen, Geschossdecken), die Erneuerung und Aufbereitung von Vorhangfassaden, der Austausch von Fenstern, Außentüren und -toren sowie der sommerliche Wärmeschutz durch Ersatz oder erstmaligen Einbau von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung. Im Rahmen der Dämmung des Daches zählen auch explizit die Erneuerung und Erweiterung des Dachstuhles sowie die Neueindeckung des Daches zu den förderfähigen Kosten. Die Förderung der genannten Maßnahmen bedingen der Einhaltung verschiedener technischer Anforderungen. Daher muss vor Beantragung der Fördermittel beim BAFA ein Energie-Experte einbezogen werden, der eine Technische Projektbeschreibung erstellt. Erst danach können Sie beim BAFA online den Förderantrag stellen. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 2.000 €. Die energetische Fachplanung und Baubegleitung für die genannten Maßnahmen wird ebenfalls vom BAFA bezuschusst. Hier werden 50 % der damit in Verbindung stehenden Kosten gefördert, max. jedoch 5.000 € für Ein- und Zweifamilienhäuser. Diese Förderung kann ebenfalls über das Online-Antragsformular beantragt werden.

Im Zusammenhang mit der Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen bietet sich gegebenenfalls vorher die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes an. Hierbei erhalten Sie einen Zuschuss in Höhe von 80 % der Kosten des Energie-Experten, maximal jedoch 1.300 € für Ein- bzw. Zweifamilienhäuser. Die Förderung beantragt der Berater selbst. Der Experte zeigt Ihnen mit dem Fahrplan Maßnahmen auf, die das Gebäude schrittweise auf einen höheren energetischen Standard bringen. Nachdem der individuelle Sanierungsfahrplan fertiggestellt wurde, erhalten Sie für die Umsetzung von Maßnahmen daraus eine Zusatzförderung in Höhe von 5 %. Wenn im Fahrplan beispielsweise vorgeschlagen wird, das Dach zu dämmen, können Sie für die Umsetzung dieser Maßnahme nun 25 % der Kosten gefördert bekommen.

Das BAFA-Online-Antragsformular finden Sie auf folgender Webseite: https://fms.bafa.de/BafaFrame/begem

Energie-Experten aus unserer Region finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de durch Eingabe der Postleitzahl sowie eines Suchradius.

Bei Fragen können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden. Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Besserer Durchblick im „Förder-Dschungel“

Seit dem 1. Januar 2021 sind alle Kredit- und Zuschussförderprogramme auf Bundesebene in der Richtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst. Bewährte Elemente bleiben bestehen oder werden weiterentwickelt (siehe Tabelle). Die BEG soll die inhaltliche Komplexität der Förderprogramme vereinfachen und sie damit zugänglicher und verständlicher machen. Reine Investitionszuschüsse für energetische Maßnahmen werden künftig beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt, alle zinsvergünstigten Kredite mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW). Die Nutzung der neuen Förderprogramme in der Kreditvariante wird jedoch erst ab dem 1. Juli 2021 möglich sein. Die nachfolgend beispielhaft aufgeführten Fördermaßnahmen für private Haushalte können bis dahin nur als Investitionszuschuss online bei dem BAFA beantragt werden. Alle bisher bestehenden Kreditprogramme bei der KfW werden bis 30. Juni 2021 fortgesetzt.


Wenn Sie Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik (außer Heizung) vornehmen wollen, müssen Sie einen Energie-Effizienz-Experten in das Vorhaben einbeziehen. Sprechen Sie uns gern für die Vermittlung eines Experten aus der Region an. Die maximalen förderfähigen Kosten betragen bei allen aufgeführten Maßnahmen 60.000 € pro Wohneinheit. Bei der Fachplanung und Baubegleitung für Ein- und Zwei-Familienhäuser können Kosten in Höhe von maximal 10.000 € gefördert werden. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Höhe der förderfähigen Kosten auf 4.000 € pro Wohneinheit und insgesamt auf maximal 40.000 € begrenzt. Die Förderquoten bzw. bei der Kreditvariante die maximal möglichen Tilgungszuschüsse sind in der Tabelle aufgeführt. Sie können sich um 5 %-Punkte erhöhen, wenn die Maßnahme Bestandteil eines geförderten Sanierungsfahrplanes, ebenfalls förderfähig über das BAFA, ist. Um weitere 10 %- Punkte erhöht sich die Förderung für die in der Tabelle mit * gekennzeichneten förderfähigen Heizungsarten beim Austausch einer alten Ölheizung. Die maximale Förderquote kann für eine emissionsarme Biomasseheizung dementsprechend 55 % betragen.

Bei Fragen zu den einzelnen förderfähigen Maßnahmen können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAFA (www.bafa.de) und der KfW (www.kfw.de).

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

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Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
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Neue Regeln für erneuerbare Energieträger

Vor mehr als 20 Jahren, im April 2000, ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Das ursprüngliche Ziel der Förderung des Ausbaus regenerativer Energieträger verfolgt dieses Gesetz bis heute. Im Jahr 2020 wurden ca. 490 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom in Deutschland erzeugt, davon rund 250 Milliarden kWh bzw. 50,5 % durch regenerative Energieträger. Am 1. Januar 2021 ist die mittlerweile fünfte überarbeitete Fassung des EEG rechtswirksam geworden. Im Gesetz ist die Zielstellung verankert, den Anteil der regenerativen Stromerzeugung auf 65 % bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. Dieses Ziel will man mit verschiedenen Maßnahmen erreichen.

 Beispielsweise sind künftig Photovoltaikanlagen mit einer Leistung bis zu 30 Kilowatt (kW) bzw. einer maximalen Stromerzeugung von 30.000 kWh pro Jahr von der Zahlung der oft als „Sonnensteuer“ bezeichneten Abgabe in Höhe von 40 % der gültigen EEG-Umlage befreit. Dies gilt sowohl für neue als auch für Altanlagen, die vor 2021 errichtet wurden. Bisher lag die Bagatellgrenze bei 10 kW bzw. 10.000 kWh Erzeugung pro Jahr.

Weiterhin können Altanlagen, deren 20-jährige EEG-Vergütung eigentlich ausgelaufen wäre, eine verlängerte Vergütung des erzeugten und in das Netz eingespeisten Stromes erhalten. Für Betreiber von Windenergieanlagen an Land trifft dies bis Ende 2022 zu, für alle anderen Betreiber regenerativer Erzeugungsanlagen mit einer Leistung unter 100 kW bis Ende 2027.

Weitere Informationen zu den neuen gesetzlichen Regelungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien erhalten Sie u. a. auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

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Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
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E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de

 




 Sachsen fördert weiterhin Stromspeicher

Der Freistaat Sachsen fördert über die Sächsische Aufbaubank (SAB) weiterhin die Inbetriebnahme von Stromspeichern, die auf der Lithium-Ionen-Technologie basieren. Die Förderhöhe beträgt 1.000 € zzgl. 200 € pro Kilowattstunde (kWh) Nutzkapazität. Ein Speicher mit einer Kapazität von 5 kWh wird demzufolge mit 2.000 € bezuschusst. Die Kosten des Speichers belaufen sich auf ca. 1.000 € je kWh Nutzkapazität. Unter Berücksichtigung der Faustregel 1 kWh Nutzkapazität pro 1000 kWh Jahresstrombedarf erhält man die ungefähr zu installierende Größe des Stromspeichers. Natürlich spielen, in Bezug auf die Dimensionierung des Speichers, auch noch andere Faktoren, wie Nutzung elektrischer Geräte am Tag, Vorhandensein eines Elektrofahrzeuges, etc., eine Rolle. Lassen Sie sich vor der Installation des Speichers daher gut beraten.

Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss ihr Stromspeicher mit einer Photovoltaikanlage und dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt sein. Die Nutzkapazität muss mind. 2 kWh betragen. Des Weiteren muss die Leistung der Netzeinspeisung der Solaranlage auf 50 Prozent der Nennleistung beschränkt sein. Dies muss vom Installateur bestätigt werden und mit dem Auszahlungsantrag bei der SAB eingereicht werden.

Förderfähig sind mit diesem Förderprogramm auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die mit dem Stromspeicher verknüpft sind. Die Ladestation muss eine Leistung von mind. 4,0 kW je Ladepunkt AC (Wechselstrom) bzw. mind. 10,0 kW je Ladepunkt DC (Gleichstrom) verfügen. Eine Ladeleistung von 4 kW und eine Ladedauer von 10 Stunden, z. B. über Nacht, erhöht bei einem Verbrauch von 15 bis 20 kWh auf 100 km Fahrleistung die Reichweite des Elektroautos um ca. 200 bis 250 km.

Wenn Sie an der Förderung eines Stromspeichers und ggf. einer Ladestation für Elektrofahrzeuge interessiert sind, denken Sie bitte daran, den Förderantrag vor Auftragsvergabe an einen Installateur bei der SAB einzureichen. Bei Fragen zur Förderung von Stromspeichern können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20 02625
Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Regionale Energie-Experten

Die Energieagentur des Landkreises Bautzen verweist im Rahmen ihrer kostenfreien Erstberatung von Bürgern, Kommunen und Unternehmen an die Experten aus dem Energiesektor im Landkreis.

Auf der Internetseite der Energieagentur (www.tgz-bautzen.de/energieagentur) können sich Interessierte über den Menüpunkt „Energieportal Sachsen - Landkreis Bautzen“ verschiedene Kompetenzträger aus dem Landkreis anzeigen lassen. Neben Energieberatern können u. a. auch Handwerker und Fachunternehmen für energieeffizientes Bauen und Sanieren in der interaktiven Karte eingeblendet werden. Weitere Energie-Experten finden Sie außerdem auf der durch die Deutsche Energieagentur betriebenen Webseite www.energie-effizienz-experten.de.

Unternehmen aus der Energiebranche im Landkreis Bautzen haben die Möglichkeit, sich als Experte im „Energieportal Sachsen“ listen zu lassen und werden gebeten, sich bei Interesse an die Energieagentur zu wenden.

Bei Fragen zu Energiethemen können Sie sich jederzeit gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen oder auch direkt an ein Unternehmen Ihrer Wahl wenden.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de